Zederholz oder Feuerzeug? Tipps zum Zigarre anzünden

Ein stilvolles Ambiente, ein guter Tropfen für den Gaumen und ein vollkommener Genuss einer feinen Zigarre. Das alles könnte zu einem rundum hervorragenden Abend gehören. Doch wenn der Rahmen passt und die Stimmung auf dem Höhepunkt ist, ist der unerlässliche Teil noch vor einem. Das Entzünden der Zigarre rundet das stilvolle Ereignis ab – doch wie?

Mit einem echten “Zedernholz” eine Zigarre zu entfachen ist selbstverständlich ein Highlight und ein absoluter Klassiker, doch es gibt auch entsprechende Alternativen beim Entzünden einer Zigarre . Jeder Zigarrenraucher schwört auf seine eigene und individuelle Variante in den Geschmack seiner Zigarre zu kommen. Ein regelrechtes Ritual ist es, sich dem Anzünden und letztendlich auch dem Genuss einer Zigarre zu widmen. Vom “Holz” bis zum Hightech Feuerzeug, – wichtig beim Entzünden ist, dass eine gleichmäßige Flamme die Zigarre entfacht und eine optimale Glut entsteht. Die Flamme des Feuerzeugs sollte zum Format passen und sich kontrolliert führen lassen. Die Zigarre wird mehrmals gedreht, sodass der gesamte Rand der Zigarre von der Flamme erfasst wird. Ein gutes Feuerzeug ist von verschiedenen Herstellern zu bekommen. Jetflammen eignen sich besonders gut um eine gleichmäßige Glut zu erzeugen. Diese macht es auch dem Neuling einfach, in den Genuss einer Zigarre zu kommen.

Ein benzinbetriebenes Feuerzeug ist allerdings weniger geeignet als ein geruchsarmes Gasfeuerzeug. Benzingeruch kann den Geschmack beeinflussen; das ist von der Windbeständigkeit eines Feuerzeugs zu unterscheiden. Bei Streichhölzern sollte zunächst der Zündkopf abgebrannt sein; geeignetes Holz und eine ruhige Flamme sind wichtiger als die Bezeichnung Sturmfeuerzeug. Verschiedene Modelle, die sich besonders gut zum Entzünden einer Zigarre eignen sind beispielsweise jene mit einer Doppelten Jet-Flamme.

Diese Feuerzeuge sind für die verschiedensten Zigarrengrößen geeignet. Xikar bietet eine große Vielfalt an Modellen an und nennt eine begrenzte lebenslange Herstellergarantie. Deren Bedingungen sind keine Garantie dafür, dass jedes Gerät ohne Wartung oder Defekt unbegrenzt funktioniert. Aber auch Tonino Lamborghini entwickelt die heißen Flammen für den angestrebten Genuss einer Zigarre. Das Design und die Funktionalität lassen keinerlei Wünsche offen. Eine Investition in das richtige Feuerzeug ist in jedem Fall sinnvoll. Entscheidend sind dabei Brennstoff, Flammenform und Bedienbarkeit. Auf welche Art und Weise die Zigarre nun gezündet wird, liegt selbstverständlich beim Genießer selbst.

Brennstoff und Flammenform getrennt betrachten

Bei der Auswahl werden häufig zwei verschiedene Fragen vermischt: Womit wird das Feuerzeug betrieben, und wie sieht seine Flamme aus? Butan bezeichnet einen Brennstoff. Jet, Torch oder Softflame beschreiben dagegen Eigenschaften der Flamme. Das Wort Sturmfeuerzeug allein beantwortet keine dieser Fragen zuverlässig.

Ein Gasfeuerzeug kann eine weiche, bewegliche Flamme oder einen gebündelten Jet besitzen. Mehrere Jets sind wiederum eine Ausführung innerhalb dieser Gruppe. Wer nur nach dem äußeren Design oder dem Begriff „Zigarrenfeuerzeug“ auswählt, erfährt noch wenig über das tatsächliche Verhalten des Modells.

MöglichkeitKennzeichenWorauf bei der Auswahl achten?
Gasfeuerzeug mit weicher FlammeBewegliche Flamme, deren Lage vom Luftzug beeinflusst wirdKontrollierbarkeit und vorgesehener Einsatzort
Butan-JetfeuerzeugGebündelte Flamme, je nach Modell ein oder mehrere JetsEinstellbarkeit, Größe der beheizten Fläche und Bedienung
Langes HolzstreichholzBegrenzte Brenndauer, separates ZündmittelAusreichende Länge und sicherer Umgang mit dem abgebrannten Holz
Geeigneter HolzspanEbenfalls ein separates ZündmittelUnbehandeltes Material, Haltemöglichkeit und sichere Ablage

Ein oder mehrere Jets: nicht nur die Flammenzahl zählt

Ein einzelner Jet und eine mehrflammige Ausführung sind nicht einfach eine schlechte und eine bessere Variante desselben Werkzeugs. Bei einer breiten Anordnung verändert sich die Fläche, die gleichzeitig Wärme erhält. Ein kleiner Zigarrenfuß stellt andere Anforderungen als ein großes Ringmaß.

Praktisch hilfreich ist deshalb ein Vergleich der Bedienung: Lässt sich die Flamme nachvollziehbar einstellen? Ist der Füllstand erkennbar? Liegt der Zündknopf so, dass die Hand nicht in die Nähe der Flamme gerät? Solche Merkmale lassen sich am konkreten Gerät beurteilen, während die reine Anzahl der Düsen noch kein Qualitätsurteil erlaubt.

Der Vergleich sollte außerdem die eigene Umgebung berücksichtigen. Eine kontrollierbare Flamme am geschützten Tisch ist eine andere Anforderung als der Gebrauch bei wechselndem Luftzug. Daraus entsteht aber keine pauschale Empfehlung, jedes Gerät möglichst groß oder möglichst leistungsstark zu wählen.

Was der Holzspan leistet – und was nicht

Der Holzspan gehört zum Ritual und zur Wahl des Zündmittels. Er verändert nicht automatisch die Qualität einer Zigarre. Ein schönes Anzündritual ist auch kein Ersatz für einen geeigneten Anschnitt oder einen passenden Lagerzustand.

Nicht jedes beliebige Holzstück eignet sich als Span. Lackierte, verleimte oder anderweitig behandelte Materialien gehören nicht an eine Zigarre. Auch aus einer dekorativen Holzkiste sollte deshalb nicht ohne Kenntnis des Materials ein vermeintliches Zubehör gewonnen werden.

Wichtig ist zudem die Trennung von Aufbewahrung und Zündung: Ein trockener Span ist kein Befeuchter. Wer wiederholt Probleme mit dem Abbrand feststellt, sollte neben dem Zündmittel auch Lagerung, Konstruktion und Zugverhalten betrachten.

Die Auswahl auf wenige überprüfbare Fragen reduzieren

  • Welchen Brennstoff verlangt das konkrete Gerät?
  • Welche Flammenform besitzt es tatsächlich?
  • Passt die Bedienung zum vorgesehenen Einsatz?
  • Sind Anleitung, Pflegehinweise und Servicebedingungen zugänglich?
  • Lässt sich das Modell sicher abstellen beziehungsweise verstauen?

Der Ablauf des Anzündens ist im Beitrag Wie zünde ich eine Zigarre an? beschrieben. Die Auswahl eines Geräts vertieft der Artikel Was sollte man beim Kauf eines Feuerzeugs beachten?. So bleibt dieser Überblick auf die Unterschiede zwischen den Zündmitteln konzentriert.

Häufige Fragen

Sind Sturmfeuerzeuge grundsätzlich ungeeignet?
Nein. Der Begriff beschreibt nicht eindeutig den Brennstoff. Ein windbeständiges Butan-Jetfeuerzeug ist von einem benzinbetriebenen Feuerzeug zu unterscheiden.
Sind mehr Jetflammen immer besser?
Nein. Mehr Flammen verändern die beheizte Fläche und den Gasverbrauch. Für die Auswahl zählen das konkrete Modell, das Zigarrenformat und eine kontrollierbare Flamme.
Ist ein Zedernholzspan ein Befeuchtungsmittel?
Nein. Ein zum Entzünden verwendeter Span ersetzt weder einen Humidor noch die Kontrolle der Lagerbedingungen.
Reicht die Markenbezeichnung zur Auswahl eines Feuerzeugs?
Nein. Innerhalb einer Marke unterscheiden sich Modelle unter anderem nach Brennstoff, Flammenform, Bedienung und Servicebedingungen.

Quellen und weiterführende Hinweise

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