Was macht eine gute Zigarrenmarke aus?
Zigarren sind die Krönung des Tabakgenusses. Wurden die Zigarren im letzten Jahrhundert durch die Massenproduktion von Zigaretten fast schon zum Nischenprodukt degradiert, erleben sie spätestens seit den 1990ern eine wahre Renaissance mit allen Vor- und Nachteilen. So erfreuen sich viele billige Zigarren an Tankstellen guter Absatzzahlen, doch eine gute Zigarrenmarke unterscheidet sich maßgeblich von diesem qualitativ eher minderwertigen Massenprodukt. Die Preise von guten Zigarren beginnen dabei in etwa bei drei Euro pro Stück. Nach oben sind nahezu keine Grenzen gesetzt und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass für eine Zigarre einer besonders guten Marke auch schon mal 50 Euro fällig werden können.
Aus vielen unterschiedlichen Aspekten entstehen die besten Zigarren
Natürlich gibt es bereits sehr große Unterschiede in Form und Farbe der Zigarren. Für die Qualität einer guten, aromatischen Zigarre sind jedoch weit mehr Kriterien ausschlaggebend. Für die meisten Zigarren werden die besten Tabakblätter aus drei Anbaujahren verwendet. Bei besonders hochwertigen, sogenannten Vintage Zigarren, hingegen nur die besten Blätter aus einem Jahrgang . Auch das Trocknen der Tabakblätter ist wichtig , so wird ein Teil der Blätter unter der Einwirkung der tropischen Sonne und ein anderer Teil der Blätter vornehmlich im Schatten natürlich getrocknet. Nun wird bei der eigentlichen Herstellung zwischen Longfillern und Shortfillern unterschieden. Bei Longfillern werden ausschließlich vollständige Tabakblätter für die Einlage im Umblatt benutzt. Bei Shortfillern können dies Tabakschnipsel sein, im schlechtesten Fall homogenisierter Tabak – nichts anderes als ein aus Tabak hergestelltes Papier. Letztgenannte Zigarren können zudem auch maschinell hergestellt werden.
Ähnlich wie bei erlesenen Weinen zählen die Jahrgänge
Wie sich also schon hier ableiten lässt, sind hochwertige Zigarren Longfiller. Die Tabakeinlage, auch Puppe genannt, wird mit Holzschablonen in Form gepresst und dann in ein Deckblatt gewickelt. Dieses Deckblatt ist sehr wichtig für die Qualität der Zigarre. Eine gute Zigarrenmarke unterscheidet sich von weniger Guten dadurch, dass das Deckblatt möglichst nicht von großen und auch nicht von vielen Adern durchzogen wird. Denn die Adern sind nur Nikotinlieferanten, während das eigentliche Blatt der Zigarre das Aroma gibt. Je mehr Blattfläche und je weniger Adern, desto besser und tiefer folglich das Aroma. Übrigens ist das Deckblatt auch dafür verantwortlich, wie sich eine Zigarre nennen darf. Während der Tabak in der Puppe theoretisch auch aus verschiedenen Ländern kommen könnte, darf sich eine Brasil nur dann Brasil nennen, wenn das Deckblatt wirklich aus Brasilien stammt.
Eine gute Zigarren Marke kann vor dem Verkauf jahrelang gelagert sein
Nach dem Drehen der Zigarre werden diese nach Farben gebündelt und weiter gelagert. Die Lagerung erfolgt zumeist über mehrere Monate, eine sehr gute Zigarren Marke kann auch Jahre gelagert werden, damit sie das Aroma entfalten kann. Zu den besten Zigarren Marken zählen die Cohiba aus Kuba, die Rocky Patel aus Honduras oder die Flor de Selva aus Nicaragua . Eine der besten und teuersten Zigarrenmarken überhaupt ist die Cohiba aus Kuba. Aber auch aus dem asiatischen Sumatra kommen sehr gute Zigarren. Zumeist werden die wirklich großen Zigarren über General-Importeure vertrieben. Wer sicher sein will, keiner Fälschung aufzuliegen, sollte sich unbedingt an diese Importeure halten.