Benjamin Toraño: Zigarren und Tabaktradition

Stand: 22. September 2026

Elegante Zigarre und Tabakblatt auf einer dunklen Werkbank
Das Bild steht für die handwerkliche Seite einer Zigarrenmarke.

Benjamin F. Menéndez Toraño , der Chef von General Cigars , ist der Zigarrenbaron unserer Zeit. Derzeit gilt der Fokus seines Geschäftes von Amerika. Mit ganzen 95 Prozent etabliert sich die Weltnation immer noch als Hauptabsatzmarkt. Aber auch Deutschland und Europa im Allgemeinen werden für den Zigarrenkonsum immer bedeutender.

Eine unglaubliche Passion

Toraño vertreibt den Tabak nicht nur, er lebt ihn. Er liebt den Tabak wie eine Frau , liebt das Gefühl der Blätter zwischen seinen Fingern und den Geruch des frischen Tabaks in seiner Nase, wenn er mal wieder inmitten des Tabakfeldes Freiraum für seinen Geist sucht. Die Liebe zur Zigarre liegt Toraño dabei im Blut. Er selbst stammt bereits aus einer Zigarrenfamilie und wurde schon mit dem Titel Sohn von Montechristo bedacht. Sein Vater war damals Besitzer der derzeit größten Zigarrenfabrik in Kuba – und sein Vater war der Createur der legendären Montecristo . Da die ganze Familie in das Geschäft mit dem Tabak verwickelt war, entstand auch bei Toraño selbst bereits früh eine ganz besondere Passion für den Tabak.

Ein Aficionado findet seine Bestimmung

Am 26. November 1960 verlässt Toraño sein Heimatland Kuba mit nicht mehr als sieben Dollar in der Tasche. Unter Fidel Castro wurde zuvor die Tabakindustrie verstaatlicht – eine schwere Zeit, in der Toraños Familie alles verlor, was sie bis dato aufgebaut hatten. Toraño aber fand seinen Weg. Zunächst emigrierte er nach Florida und verkaufte dort Zigaretten für Philip Morris. In New York sah er sich an, wie Zigarrenmaschinen hergestellt wurden, bis er schließlich wieder im Zigarrengeschäft aktiv wurde und selbst Zigarren herstellen wollte. Auf den Kanarischen Inseln, in Las Palmas, begann Toraño damit, Premiumzigarren für den amerikanischen Markt zu produzieren. So kam auch seine Familie wieder Stück für Stück auf die Beine. Über Brasilien schließlich konnte Toraño 1983 mit General Cigar durchstarten . Die bedeutendste Produktion für ihn: die Macanudo Café .

Ob Toraño noch einmal zurück nach Kuba kehren will, dass weiß er bis jetzt noch nicht. Ein Wunsch von ihm wäre es schon, wieder mit echten kubanischem Tabak arbeiten zu können. „Time will tell – die Zeit wird es zeigen.“ , so Toraño.