Otto von Bismarck: der rauchende Reichskanzler
Die traditionellen Zeiten, in welchen sich die Staatsmänner offen zu Zigarren, Tabak und dem feinen Genuss des Rauchens bekannt haben, sind mittlerweile rar geworden. Oftmals wird sich stattdessen an Meinungsströmen der breiten Öffentlichkeit orientiert. Nur wenige Männer und Frauen der Geschichte schafften es, dennoch ihre ganze eigene Persönlichkeit nicht nur privat, sondern auch im politischen Amt auszutragen. Der eiserne Kanzler der Wilhelminischen Ära , Fürst Otto von Bismarck, war einer dieser Männer. Sein Name bedeutet Erfolg, Stärke, Kult – Eigenschaften, welche auch die eigens nach ihm benannte Zigarrenmarke in sich trägt.
Eine Leidenschaft, ein Genuss, ein nachdenklicher Begleiter
Bis zu 15 Zigarren pro Tag soll der deutsche Fürst geraucht haben. Eine Passion, ein Genuss, ein nachdenklicher Begleiter während langer politischer Diskussionsrunden – für Otto von Bismarck fand die Zigarre eine vielseitige Verwendung.
„Es ist besser, daß man beim Sprechen raucht. Die Zigarre ist Ablenkung. Man ist geneigt, sich gegenseitige Konzessionen zu machen und unser Geschäft als Diplomaten besteht aus gegenseitigen, unaufhörlichen Konzessionen.“ – Fürst Otto von Bismarck
„Es ist besser, daß man beim Sprechen raucht. Die Zigarre ist Ablenkung. Man ist geneigt, sich gegenseitige Konzessionen zu machen und unser Geschäft als Diplomaten besteht aus gegenseitigen, unaufhörlichen Konzessionen.“ – Fürst Otto von Bismarck
Zahlreiche Begebenheiten, die Grenzen zwischen Wahrheit und Ausschmückung sind oftmals fließend wie Rauch, rangen sich als kleine Anekdoten um die Verbindung zwischen dem Eisernen Kanzler und seinen Zigarren.
Der Autor Helmut Romé schildert eines der zahlreichen Erlebnisse:
In der Schlacht bei Königgrätz 1866, in der die preußischen Truppen über die österreichisch-sächsische Armee die Entscheidung im preußisch-östereichischen Dualismus in der deutschen Frage herbeiführte, traf Bismarck einen hilflosen Dragoner auf dem Schlachtfeld, dem beide Arme zerschmettert waren. Der Schwerverletzte wimmerte nach Erquickung. Bismarck suchte in allen Taschen, er soll aber nur Geld gefunden haben. Da erinnerte er sich, noch eine Zigarre zu haben, die er nach der Schlacht in Siegesruhe hatte rauchen wollen. Bismarck rauchte sie dem verwundeten Soldaten an und steckte ihm die Zigarre zwischen die Zähne. „Das dankbare Lächeln des Unglücklichen hätte Sie sehen sollen …“, berichtete Bismarck hinterher. „So köstlich hat mir noch keine Zigarre geschmeckt wie diese – die ich nicht rauchte.“
In der Schlacht bei Königgrätz 1866, in der die preußischen Truppen über die österreichisch-sächsische Armee die Entscheidung im preußisch-östereichischen Dualismus in der deutschen Frage herbeiführte, traf Bismarck einen hilflosen Dragoner auf dem Schlachtfeld, dem beide Arme zerschmettert waren. Der Schwerverletzte wimmerte nach Erquickung. Bismarck suchte in allen Taschen, er soll aber nur Geld gefunden haben. Da erinnerte er sich, noch eine Zigarre zu haben, die er nach der Schlacht in Siegesruhe hatte rauchen wollen. Bismarck rauchte sie dem verwundeten Soldaten an und steckte ihm die Zigarre zwischen die Zähne. „Das dankbare Lächeln des Unglücklichen hätte Sie sehen sollen …“, berichtete Bismarck hinterher. „So köstlich hat mir noch keine Zigarre geschmeckt wie diese – die ich nicht rauchte.“
Die Idee hinter einer Passion: die Entstehung der Bismarck-Zigarre
Die Idee zur Entwicklung einer namensgebenden Zigarre stammt von Bismarcks Urenkel Carl-Eduard Graf von Bismarck. Selbst als herausragender Aficionado bekannt, begründete er die Idee zur Gestaltung einer Zigarre während eines Dialogs mit dem ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger. Ein anfängliches Gespräch über allgemeine Produktlizensen führte schnell auf die gemeinsame Leidenschaft, Zigarren und Tabak, hinaus. Schnell wurden Vertreiber und Produzenten für das Projekt gesucht – mit der in Hamburg ansässigen Tabakfirma Kohlhase, Kopp & Co war schnell ein qualifizierter Partner gefunden.
Ein fürstliches Smoke-Erlebnis
Das so charismatische Geschmacksprofil der Zigarrensorte wurde eigens durch den Chef der Tabacalera Garcia José A. Seijas komponiert. Das Ergebnis schließlich ist eine geschmacksvolle sowie charakteristische Zigarre, welche weit kräftiger als die herkömmlichen dominikanischen Zigarren ist. Mit insgesamt sechs Formaten erweist sich die Bismarck Zigarre als vielseitiger Vertreter ihrer Art auf dem Zigarrenmarkt weltweit. So gibt es die Bismarck Zigarre beispielsweise auch im Churchill-Format . Zwar gerieten und agierten die Herren Bismarck und Churchill auf politischer Ebene nicht miteinander, erlangt die Vorstellung beider Aficionados vereint in einem tiefen Gespräch, die Zigarre genießend, doch einen gewissen Reiz.
Die verschiedenen Tabaksorgen für die Zigarren werden von José Seijas nach spezifischen Mustern ausgewählt und lagern im Anschluss für einen Zeitraum von 18-24 Monaten ein. Die Deckblätter werden für mindestens ein halbes Jahr getrocknet. Die besondere Einlage der Bismarck Zigarren besteht aus Piloto Cubano, Kubasaatgut sowie aus Seco- und Ligeroblättern. Diesen Deckblättern wird abschließend ein wenig Brasiltabaken und Connecticut Broadleaf beigemischt, um für ein ganz besonderes Raucharoma zu sorgen. Denn durch diese Blend-Kombination wirken die Bismarck-Zigarren kräftiger.Ebenfalls als ein Piloto-Cubano-Blatt erweist sich das Umblatt, um welches ein seidiges Connecticut-Leaf als schützenden Mantel gerollt wird.