Handelsgold | Zigarrentradition aus Deutschland
Tradition, Wirtschaftswunder, Marktführer
Einer der größten deutscher Zigarrenhersteller ist das Unternehmen Arnold André . Gegründet wurde es im niedersächsischen Osnabrück im Jahre 1817. Mitte des 19. Jahrhunderts, 1851 genauer gesagt, siedelte der Firmensitz ins ostwestfälische Bünde über, das noch heute den Beinamen „Zigarrenstadt“ trägt. Denn das Unternehmen gewann an Bedeutung für die Zigarrenherstellung in der Region – doch erst in den 1950er und 1960er Jahren profitierte es vom Wirtschaftswunder.
Zu jener Zeit war Arnold André mit über 6.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Stadt Bünde und Umgebung. Diesen Erfolg verdankte die Firma vor allem zwei glücklichen Umständen: 1958 wurde das im Jahre 1933 verhängte Verbot zur Maschinennutzung in der Zigarrenindustrie aufgehoben. Dank ausreichender finanzieller Mittel wurde fast die gesamte Produktion auf maschinelle Fertigung umgestellt. Der andere Aspekt war die zeitgleiche Einführung der Traditionsmarke Handelsgold .
Handelsgold – Ikone einer Generation
Diese Marke wurde zur ersten echten national vertriebenen Zigarrenmarke überhaupt. Der große Erfolg und die weite Verbreitung der Marke ließen sie zu einem Inbegriff des deutschen Wirtschaftswunders werden – ähnlich wie der VW-Käfer oder der Nierentisch, der in den 50er Jahren in fast jedem Haushalt zu finden war. Dazu trugen wohl vor allem die Qualität, die große Auswahl unterschiedlicher Zigarren und Zigarillos und ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis bei. Maßgeblich zur Popularität der Marke trug einer der bekanntesten deutschen Politiker bei: Ludwig Erhard, der zweite deutsche Bundeskanzler, erkor Handelsgold zu seiner Lieblingsmarke.
Durch den hohen Absatz seinerzeit, wurde im Jahre 1962 sogar ein neues Werk in Königslutter geschaffen, das bereits zwei Jahre später erweitert wurde. Die Einführung von Handelsgold und Clubmaster, einer Zigarillomarke der 70er Jahre, verhalf Arnold André zu nationalem und auch internationalem Ansehen.
Beliebte Varianten der Handelsgold-Zigarren und -Zigarillos
- Handelsgold Tropenschatz
- Handelsgold Gold Label : Angeboten in 5er-Packungen, erhältlich in drei verschiedenen Varianten, mit unterschiedlichem Geschmack sowie Format; allesamt allerdings mit einem Sumatra-Deckblatt umschlossen Handelsgold Classic No. 1 (122 x 16,8 mm) Handelsgold Classic No. 3 (152 x 13 mm) Handelsgold Vanilla No. 8 (101 x 13,5 mm)
- Handelsgold Classic No. 1 (122 x 16,8 mm)
- Handelsgold Classic No. 3 (152 x 13 mm)
- Handelsgold Vanilla No. 8 (101 x 13,5 mm)
- Handelsgold Feine Fehlfarben : Shortfiller-Zigarillos wahlweise aus Sumatra- oder Brasil-Tabaken, deren Deckblatt farbliche Unregelmäßigkeiten aufweisen kann, daher der Name
- Handelsgold Brasil
Größter deutscher Zigarrenhersteller
Heute ist Arnold André – The Cigar Company in Deutschland der größte Zigarren- und zweitgrößte Zigarrenhersteller mit etwa 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 76 Millionen Euro (Stand 2011). Der Firmensitz befindet sich auch heute noch in Bünde, in Königslutter befindet sich noch immer die Produktion. Zudem existiert im südfranzösischen Lambesc eine Vertriebsgesellschaft, die 2006 gegründet wurde.
Ab der zweiten Hälfte der 90er Jahre erlebt die Zigarre in Deutschland eine kleine Renaissance, von der das Unternehmen zu profitieren wusste: Hauseigene Marken wie Handelsgold, Tropenschatz (zählt zur meistverkauften deutschen Zigarre) oder Vasco da Gama sind vom deutschen Tabakmarkt nicht mehr wegzudenken. Aber auch Vertriebsmarken wie Davidoff oder León Jimenes findet man in fast jedem Tabakgeschäft.