Buchempfehlungen für die kalte Jahreszeit

Stand: 22. September 2026

Zigarre, aufgeschlagenes Buch und warme Tasse in einer ruhigen Leseszene
Eine Zigarre passt zu einem ruhigen Abend mit Buch und Zeit.

Der geneigte Aficionado weiß nichts so sehr zu schätzen wie ein gutes Buch an einem ruhigen gemütlichen Abend, als ergänzender Genuss zu einer guten Zigarre , einem gemütlichen Sitzplatz, angenehmer Musik und womöglich auch einem schmackhaften Getränk. Um die kommenden kalten und düsteren Monate mit spannender Unterhaltung zu füllen, hier ein paar interessante klassische Buchvorschläge aus unterschiedlichen Genres.

Ein echter Klassiker: Liber Fabularum von Phaedrus

Von jemand anders erdacht, aber von ihm in künstlerische Jamben umgeschrieben, sind die vielen Fabeln, die Phaedrus in seinem Band sammelt. Über Phaedrus selbst weiß man relativ wenig. Er begann sein Leben als Sklave im Haus des Augustus, erhielt allerdings später die Freiheit. Er wurde in Thrakien geboren und entwickelte sich zu einem bekannten römischen Fabeldichter.

Die Fabeln im jambischen Senar sind auf fünf Bücher verteilt worden, aber leider nicht mehr vollständig überliefert. Mit den typischen moralischen Vorbildfunktionen einer Fabel schafft Phaedrus angenehme Unterhaltung, die zwar eine sehr anspruchsvolle Ausdrucksweise innehat, dafür aber auch ein hohes Maß an Unterhaltung.

Toleranz und Aufklärung: Nathan der Weise von Lessing

Gotthold Ephraim Lessing lebte von 1729 bis 1781, also in einer Zeit, in der sich die Aufklärer immer mehr durch intellektuelle Schriften hervortaten und Ungerechtigkeiten zu unterdrücken suchten. In dieser Zeit im Jahre 1779 entstand das Werk Nathan der Weise , ein Meisterwerk, das bis heute hohe Bekanntheit genießt. Mit der Ringparabel im dritten Akt schuf Lessing eine wundervolle Metapher, die sich auf Toleranz und vor allem Religion bezog.

Das klassische Drama handelt in der Zeit des Dritten Weltkriegs. Es handelt von dem jüdischen Nathan, dem christlichen Ordensritter und von dem muslimischen Sultan Saladin. Im Laufe des Dramas stellt sich heraus, wie eng sie alle trotz unterschiedlicher Kulturen und Traditionen miteinander verbunden sind.

Trauen Sie niemals allgemeinen Eindrücken, Watson: Eine Studie in Scharlachrot

Von etwas anderer Form und Ausdrucksweise, aber nicht minder unterhaltsam, sind die Werke des Sir Arthur Conan Doyle. Der Erschaffer des berühmtesten Detektivs und seines treuen Begleiters erfreut sich einer unglaublich großen weltweiten Beliebtheit. Sherlock Holmes und Dr. Watson weisen aber vor allem in den ersten Büchern besonderen Charme auf. In Eine Studie in Scharlachrot lernt man beide das erste Mal kennen und wird in ihre besondere Welt entführt.

Conan Doyle wollte sich aber bald weniger auf das anstrengende Verfassen der Geschichten von Holmes konzentrieren, sondern mehr historische Romane schreiben. Also ließ er den berühmten Detektiv sterben, was bei den Fans für eine so große Erschütterung sorgte, dass er ihn wieder auferstehen ließ.

Die Suche nach dem Zwergen-Gen: Zirkuskind von John Irving

John Irving ist ein US-amerikanischer Autor, der vor allem durch schockierende und teils unglaublich komplexe Geschichten zur Berühmtheit gelangte. Anfänglich noch unter einer Legasthenie leidend, entwickelte er sich schnell zu einem wahren Romanautor: Schreiben ist wie Ringen. Man braucht Disziplin und Technik. Man muss auf eine Geschichte zugehen wie auf einen Gegner.

Der achte erschienene Roman des Autors handelt von dem indischen Arzt Dr. Daruwalla, der auf der Suche nach dem Verursacher der Zwergwüchsigkeit ist. Irvings Romane sind häufig schwer einzuordnen, da viele Handlungsstränge ineinander greifen und die Geschichte somit komplex und umfangreich werden lassen.